Meine Lieblingsseifenrezepte


Kakaobutter-Reiskeim Traumschaum:
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Zutaten:
40% Olive
26% Kokos
20% Reiskeim
10% Kakaobutter
4% Rizinus

Auf 500g GFM 4 Tl Zucker, 2Tl Salz und 1g Tussah-Seide
Flüssigkeitsanteil 30%
Überfettung: 8%+

Das Vorgehen:
Die festen Fette schmelzen und mit den Flüssigen vermischen.
Im Wasser für die Lauge das Salz und den Zucker auflösen und die kleingeschnittene Seide schön durchweichen. 
Wenn alles gelöst ist und die Seide ganz nass ist, die Lauge in die Flüssigkeit einrühren. 
ACHTUNG: damit sich die Seide löst muss die Lauge HEISS werden. Also das NaOH nicht wie sonst langsam einrieseln lassen, sondern in einem Rutsch in die Flüssigkeit kippen. Und bitte keine Eiswürfel für die Lauge verwenden. 
Solange rühren bis sich das NaOH gelöst hat und die Seidenfasern nur mehr wolkig in der Lauge erkennbar sind. 

Danach Lauge und Fette auf die gewünschte Arbeitstemperatur abkühlen lassen und beides zusammenrühren.

Leimverhalten:
Der Leim bleibt schön geschmeidig und lässt sich sehr gut swirlen.

Seifenverhalten:
Die Seife schäumt üppig und cremig, hat eine sehr schöne Haptik und meine Haut liebt sogar das sehr junge Seifchen sehr. 
Was ich hier besonders liebe ist das schmelzige Gefühl, das ich habe wenn ich die Seife in den Händen drehe.

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Babassu für Arme (kurz BfA)

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Zutaten:
48% Schmalz
48% Kokos
4% Rizinus

Auf 500g GFM 4TL Zucker, 2TL Salz und 1g Tussah-Seide.
Wasseranteil: 33%
Überfettung: 8%

Vorgehen:
Siehe oben

Leimverhalten:
Der Leim ist trotz der vielen festen Fette sehr geschmeidig und lässt sich gut swirlen. Die Seife wird auch ohne Tiox sehr weiß.

Seifenverhalten:
Die Seife wird sehr hart und schäumt großblasig und üppig. Ist meiner Meinung nach wirklich mit einer reinen Babassuseife vergleichbar. Nur nicht so teuer.

Variante Veggi-BfA:

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Zutaten:
48% Olive
48% Kokos
4% Rizi

Ansonsten alles wie bei BfA

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So bei der nächsten Seife fällt mir beim besten Willen kein vernünftiger Name ein. 

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Zutaten:
50% Olive
30% Kokos
10% Shea
je 5% Jojoba und Rizi 
4Tl Zucker, 2 Tl Salz und 1g Seide

Wasseranteil 30%
Überfettung: 8%+

Vorgehen:
siehe oben

Leimverhalten:
Auch hier bleibt der Leim gut verarbeitbar und lässt sich problemlos swirlen.

Seifenverhalten:
Die Seife schäumt cremig.

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Und als letztes eins meiner sehr frühen Rezepte, das ich so aber nicht mehr siede, da ich schon lange kein Palmfett mehr verwende.

Das Seidenschweinchen:

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28% Schmalz
21% Cremana (Fettstange) 
21% Kokos
21% Raps (oder Mandel, Olive oder auch ein anderes Öl)
7% Rizinus
2% Stearin

4Tl Zucker, 2Tl Salz, 4g Seide
Wasseranteil 33%
Überfettung 8%+

Vorgehen:
siehe oben, aber nur solange stabmixen bis der Leim vernünfig emulgiert ist. Das Rezept neigt zum andicken. 

Leimverhalten:
Durch den hohen Anteil an festen Fetten neigt der Leim zum andicken.

Seifenverhalten:
Die Seife wird ziemlich hart, ist sehr hell, schäumt willig und üppig. 

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Natur pur

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Zutaten:
70% Olive
26% Kokos
4% Rizi
auf 500GFM wieder 4TL Zucker, 2TL Salz und 1g Seide

Wasseranteil (ich variiere hier immer nach meinem Vorhaben) zwischen 25 und 33%
Überfettung: 8%+

Vorgehen:
siehe ganz oben

Leimverhalten:
Der Leim bleibt lange flüssig und lässt sich ganz wunderbar swirlen (ich nehm, wenn ich swirlen möchte, immer 33% Wasser)
Trotz dem hohen Olivenanteil ist die Seife, nach einer guten Gelphase, schnell hart.
Bei einer starken Wasserreduktion schneide ich sie noch warm, da ich festgestellt hab, dass sie sonst gern mal splittert.

Seifenverhalten:
Die Seife wird sehr hart und schäumt trotz hohem Olivenanteil sehr schön.

Dieses Rezept gibt eine wunderschön cremig und doch üppig schäumende Seife, die herrlich mild ist und von längerer Lagerzeit wirklich profitiert. Allerdings ist sie auch nach 4 Wochen schon sehr fein und mild. Schleimen tut sie wenig bis gar nicht.

Ich glaube, das ist wirklcih mein absolutes Lieblingsrezept. Der Seifeleim ist wirklich für alles geeinet, auch zum marmorieren. 
Wenn ich keine andickenden PÖs verwende reduzier ich immer die Lauge, oft auch auf 1:1 (NaOH:Wasser), in Vergindung mit einer guten Gelphase, lässt sich die Seife dann wirklich ein paar Stunden nach dem sieden ausformen.

Auch als Soleseife ist sie sehr fein, Seide hab ich ohnehin meistens drin (außer es wird eine Bananen-, oder Honigseife).

Kommentare:

  1. Finde ich Klasse die Idee mit den Lieblingsrezepten !

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  2. Danke, dass Du Deine Rezepte teilst! Als Anfänger macht man schon einige Fehler. Da ist es toll, wenn man auf erprobte Rezepte zurückgreifen darf (besonders nach mehreren Misserfolgen hintereinander)
    Frohe Ostern wünscht Dir Katzenmutter

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  3. Tolle Idee mit den Lieblingsrezepten. Was bewirkt denn das Rizinus ausser Schaum noch in den Rezepten? Kann man das auch ersetzen oder weglassen und wie verändert sich dann die Seifeneigenschaften?

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  4. Dankeschön!
    Pünktchen - eigentlich hab ich es nur wegen der Schaummenge mit drin.
    Rizinis ansich macht ja keinen Schaum, aber es unterstützt die Schaumeigenschaften der Schaumfette. Und ich mag gerne VIEL Schaum.
    Das ist eigentlich der einzige Grund.
    Du kannst es also ruhig weglassen. Ich kenn einige Sieder, die gar kein Rizi verwenden.
    Hab mir aber eh schon oft vorgenommen, mal eine Vergleichsseife zu machen. Eine mit eine ohne Rizi, sonst gleich. Um zu schauen, wie sich das wirklich auf die Schaummenge auswirkt.

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  5. Tolle Rezepte! Ich werde bestimmt mal das ein oder andere ausprobieren :) LG Nadine

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  6. super gemacht, vielen Dank sehr schöne Seifen. Ich bin begeistert. Danke Nicky

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  7. Dein Naturseifenrezept ist super, das Schaumrezept auch und BfA auch, ein dickes Lob für dich, Mini!!
    Auf deinen Blog guck ich immer sehr gern.
    GLG Zauberin

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  8. Danke, daß du deine Lieblingsrezepte mit uns teilst! Ich rühre sie SEHR oft nach, sie sind einfach toll!

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  9. Das Traumschaumrezept wird auch mein Lieblingsrezept, wie mir scheint. Danke für dies tolle Rezept

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  10. Thank you for your recipes! I will try today your first one. It looks awesome!

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  11. Du machst immer so tolle Seifen. Ich muss unbedingt mal welche von dir nachsieden. Danke für deine Rezepte.

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